Systematisierung als Mittel gegen den Fachkräftemangel

 „Es ist schon schwer gutes Personal zu finden!“ Diesen oder ähnliche Sätze höre ich im Prinzip seit ich in der Gastronomie tätig bin, was mittlerweile auch schon seit über 20 Jahren der Fall ist. Aber anstatt einer Besserung ist genau das Gegenteil eingetreten. Alle Versuche das ramponierte Image der Gastronomieberufe aufzupolieren scheiterten und es wird immer schwerer überhaupt Personal (geschweige denn gutes)zu finden.

 

Leider werden häufig immer noch, wenn überhaupt, nur die notwendigsten Abläufe geplant.

Den Mangel an Planung müssen dann die Produktionsteams mit mehr Stunden und erhöhtem Arbeitsaufkommen abfangen.

 

Da aber mittlerweile kaum noch jemand Interesse an den Gastronomie- und Verpflegungsberufen hat finde ich es umso wichtiger seine Strukturen und Abläufe zu analysieren und an geeigneten Stellen Systeme zu etablieren, für die man keine oder nur wenige Fachleute benötigt.

Große Franchise Systemgastronomen machen es uns seit Jahren erfolgreich vor.

 

 

Mal Hand aufs Herz: Wie viele Gastronomen haben ein Handbuch für alle Betriebsabläufe (ich meine nicht das Hygienehandbuch und HACCP Konzept, die lassen wir hierbei mal außen vor) und nutzen dies im Alltag? Oft heißt es dann: „Dafür habe ich doch einen Koch eingestellt!  Sonst könnte ich ja irgendwen von der Straße holen“.

 

 

Genau das ist aber der springende Punkt. Wenn man seine Konzepte und Abläufe mit einem Handbuch und klaren Anweisungen hinterlegt, kann man mit einem passenden Schulungskonzept auch Mitarbeiter einfacher selbst anlernen und ist so weniger vom Fachkräftemangel betroffen.

 

 

Auch das Angebot muss genau unter die Lupe genommen werden.

 

Ist es wirklich notwendig ein großes Angebot bereit zu halten oder ist es eventuell besser sich zu spezialisieren und einige wenige Dinge besonders gut zu machen?

 

Ein weiterer Vorteil der Systematisierung ist es, dass die Qualitätsbausteine während des Prozesses vom Unternehmer genau definiert werden. Dadurch wird die Qualität im Anschluss auch mess- und kontrollierbar. Ein nicht zu unterschätzender Faktor gerade im Verpflegungssegment.

Fragt man Kunden, warum sie nicht zufrieden wären hört man oft Dinge wie: „Es schmeckte nicht so richtig“ oder „Die Auswahl könnte irgendwie größer sein.“ Konkrete Benennungen der gewünschten Veränderung bleiben meist aus. An dieser Stelle lohnt sich aber eine genaue Analyse und das Umsetzen in konkrete Qualitätsbausteine, verankert in einem Handbuch.

 

Mitarbeiter können dann anhand der konkreten Inhalte dieses Handbuchs geschult und ausgebildet werden.

 

 

Zusammenfassend kann man sagen, dass ein spitzes Angebot gepaart mit einem hohen Grad an Systematisierung ein zukunftsträchtiger Weg ist dem Fachkräftemangel zu begegnen und das eigene Business weiter nach vorne zu bringen.