Der kreative Prüfstand

„Das haben wir schon immer so gemacht!“ Oder: „ Das wird nicht funktionieren!“ Wie oft haben Sie solche oder ähnliche Killerphrasen schon gehört oder sogar selbst von sich gegeben?

 

 

Der Bereich der Ernährung entwickelt und verändert sich in den letzten Jahren so rasant schnell, dass man als Betreiber oder Unternehmer kaum nachkommt seine Konzepte an die Kundenwünsche anzupassen. Dies gelingt auch nur wenn man das große Ganze regelmäßig auf den Prüfstand stellt und wirklich ergebnisoffen analysiert.

 

Oft wird dann versucht die notwendigen Kreativprozesse  zwischen Tür und Angel im Alltagsstress anzuschieben. Da bei diesem Vorgehen selten methodisch agiert wird, sind dann häufig die oben genannten Killerphrasen das Ergebnis.

 

Um dies zu verhindern kann ein Strategie- oder Ideenfindungsworkshop enorm hilfreich sein.

 

 

In solchen Prozessen bekommt man die besten Resultate, wenn man einige Regeln beachtet:

 

 

1.       Zieldefinition:

 

Umso klarer das Ziel im Vorfeld definiert wird, desto besser das Ergebnis.

 

„Was genau soll nachher anders sein als vorher?“

 

„Wie kann man das messen?“

 

 

2.       Die richtigen Teilnehmer mit der richtigen Einstellung:

 

Es sollte genug Fachwissen beteiligt sein um alle Prozesse genau beleuchten zu können.

 

Es sollten aber auch genügend Entscheider mit involviert sein um zu gewährleisten, dass die erarbeiteten Ansätze später auch von der Geschäftsführung getragen werden.

 

Der beste Fachmann nützt nichts, wenn er sich in Anwesenheit des Chefs nicht traut etwas zum Prozess beizutragen. Andersherum muss der Chef auch gewillt sein, die Meinungen und Ideen der Anderen zuzulassen.

 

 

3.       Die passenden Methoden:

 

Auswahl von Methoden die in Umfang und Aufwand der Aufgabenstellung angemessen sind.

 

 

4.       Strikte Trennung von Ideenerzeugung, Bewertung und Umsetzung.

 

Dies verhindert dass der Kreativprozess bereits in der Entstehung abgewürgt wird.

 

Sichtbar wird dies exemplarisch an der nach dem Schöpfer von Mickey Mouse benannten Walt Disney Methode. Hierbei werden ganz bewusst nacheinander drei verschieden Rollen eingenommen. Die des Träumers, des Realisten und des Kritikers. Wichtig ist die strikte Trennung der einzelnen Rollen. In der Rolle des Träumers ist alles möglich. Der Realist bewertet die Ideen des Träumers nach Machbarkeit, Wirtschaftlichkeit, etc. Der Kritiker hinterfragt mögliche Schwachstellen und prüft somit die „Statik“ des Modells. Wohlgemerkt alles voneinander getrennt.

 

Kritisches Hinterfragen und Realismus gehören auch zum Kreativprozess unbedingt dazu. Nur eben an der richtigen Stelle!

 

 

5.       In Klausur gehen:

 

Auch ein Tapetenwechsel unterstützt den kreativen Prozess. Weg vom Alltagsstress, rein in eine andere Umgebung hilft die Köpfe frei zu bekommen.

 

Kreativität ist Chaos. Die Kunst besteht darin, ins Chaos abzutauchen und dann bei der Bewertung und Umsetzung wieder Ordnung zu schaffen.

 

 

Nachdem eine gute Idee entwickelt wurde lauern die nächsten Stolperfallen bei der Umsetzung. Fehler in der Kommunikation, mangelnde Verbindlichkeit und unpräzise Aufgabenverteilung sind nur ein paar der möglichen Fehlerquellen.

 

Mit strukturiertem und methodischem Herangehen lassen sich auch diese Klippen gut umschiffen.

 

 

Von daher: Seien Sie kreativ und offen. Stellen Sie Ihre Prozesse und Ausrichtungen auf den Prüfstand!

 

Es lohnt sich!